Vor einer Entrümpelung sollte eine berechtigte Person zuerst festlegen, welche Räume und Kategorien geprüft werden. Sachnah sichtet die Wohnung Raum für Raum, dokumentiert Fundorte und offene Entscheidungen und erstellt eine nachvollziehbare Vorarbeit. Was behalten, gesichert oder entsorgt wird, entscheidet anschließend der Eigentümer, Vermieter oder sonstige Berechtigte.
1. Vorarbeit vor dem ersten Karton
Entrümpelungsbetriebe räumen nach einem vereinbarten Auftrag. Sie sollen nicht anstelle des Eigentümers, Vermieters oder der Erbengemeinschaft entscheiden, ob ein Gegenstand persönlich wichtig, rechtlich relevant oder möglicherweise wertvoll ist.
Sachnah setzt deshalb früher an: Wir klären Berechtigung, Zugang, Räume, Nebenflächen, Ziel und Ansprechpartner. Erst wenn diese Grundlage steht, beginnt die strukturierte Sichtung.
- Auftraggeber und entscheidungsbefugte Person benennen
- Zugang, Schlüsselweg und erlaubte Bereiche klären
- Keller, Dachboden, Garage und Abstellräume ausdrücklich einplanen
- Empfänger des Sichtungsreports festlegen
2. Raum für Raum: Überblick, Nebenräume, Fundorte
Wir beginnen mit Übersichten und arbeiten uns anschließend zu relevanten Gegenstandsgruppen vor. Jeder Bereich erhält eine eindeutige Bezeichnung. Nicht zugängliche oder ausdrücklich ausgeschlossene Räume werden als solche festgehalten, statt stillschweigend zu fehlen.
Besondere Fundstücke werden im Zusammenhang dokumentiert: Raum, genauer Fundort, neutrale Beschreibung und der vereinbarte nächste Schritt. Sensible Unterlagen werden nicht unnötig lesbar aufgenommen.
- Wohn- und Schlafräume
- Küche, Bad und Flure
- Keller, Dachboden, Garage und Balkon
- Dokumente, Schlüssel, Datenträger und Erinnerungsstücke
- sichtbare Mengen, sperrige Gegenstände und Zugangsbedingungen
3. Sichern, prüfen, freigeben – ohne Wertgutachten
Die Auswertung der Sichtung bedeutet: ordnen, beschreiben, Fundorte zuordnen und offene Entscheidungen sichtbar machen. Sie bedeutet nicht, dass Sachnah Echtheit, Marktwert oder Eigentum verbindlich feststellt.
Für die weitere Abstimmung bewährt sich eine einfache Arbeitslogik: sichern oder übergeben, fachlich prüfen, innerhalb der Familie klären, vorläufig unangetastet lassen oder nach ausdrücklicher Freigabe räumen. Eine Kategorie 'unklar' ist ausdrücklich erlaubt und oft die sorgfältigste Entscheidung.
- mögliche Wertsachen und persönliche Erinnerungsstücke markieren
- Dokumente und Schlüssel getrennt behandeln
- bei einem unerwarteten Fund stoppen, fotografieren und Rückfrage stellen
- keine eigenständige Verwertung oder Entsorgung
4. Der Sichtungsreport als Grundlage für Angebote
Nach der Vorarbeit liegt keine lose Fotosammlung vor, sondern eine kompakte Entscheidungsgrundlage: Raumübersicht, ausgewählte Fundstellen, Ausnahmen, offene Fragen und die abgestimmten nächsten Schritte.
Damit können Eigentümer oder Vermieter gezielter Angebote von Räumungsbetrieben einholen. Alle angefragten Anbieter erhalten möglichst denselben Umfang. Das verbessert die Vergleichbarkeit und reduziert spätere Nachträge.
- Raum- und Nebenflächenliste
- Foto-/Videodokumentation mit Zuordnung
- Sicherungs- und Ausnahmeliste
- Räumungsumfang zur Freigabe
- offene Punkte und Entscheidungskontakt
5. Erst danach: Räumung, Übergabe oder weitere Termine
Auf Wunsch koordiniert Sachnah im Anschluss eine Besichtigung oder ein Angebot eines externen Räumungsbetriebs. Der Räumungsvertrag bleibt separat. Der Eigentümer, Vermieter oder die berechtigte Familie gibt frei, was entfernt werden darf.
Auch einzelne Übergaben oder die Abholung ausdrücklich benannter Unterlagen können als kleinerer Zusatzauftrag organisiert werden, wenn Vollmacht, Empfänger und Rückgabeweg vorab feststehen.
Häufige Fragen
Sucht Sachnah vor einer Entrümpelung nach Wertsachen?
Wir können im vereinbarten Umfang nach vorher benannten Kategorien und sichtbaren Fundstücken Ausschau halten und Fundorte dokumentieren. Wir stellen aber keinen verbindlichen Wert fest und entscheiden nicht, wem etwas gehört oder ob es entsorgt werden darf.
Wer entscheidet, was behalten oder weggeräumt wird?
Die Entscheidung bleibt beim Eigentümer, Vermieter, Nachkommen oder einer ausreichend bevollmächtigten Person. Sachnah bereitet diese Entscheidung durch Sichtung und Report vor.
Ist die Vorarbeit eine Entrümpelung?
Nein. Die Vorarbeit ist eine eigene Sichtungs-, Dokumentations- und Koordinationsleistung. Die eigentliche Räumung und Entsorgung übernimmt ein separat beauftragter Betrieb.
Was passiert mit einem unerwarteten Fund?
Der Fund wird, soweit beauftragt und zulässig, fotografiert, beschrieben und vorläufig gesichert. Danach wird die benannte entscheidungsbefugte Person kontaktiert. Ohne klare Freigabe wird nichts verkauft oder entsorgt.
Ist der Sichtungsreport ein Nachlassverzeichnis oder Wertgutachten?
Nein. Der Report beschreibt den sichtbaren Bestand und den vereinbarten Ablauf. Er ersetzt weder ein notarielles Nachlassverzeichnis noch eine verbindliche Wertermittlung oder Rechtsberatung.
Sachnah sichtet Wohnung und Hausrat, dokumentiert Fundstellen und bereitet Ihre Freigabe vor. Sie entscheiden, was bleibt oder geräumt wird.
Leistung ansehenDieser Beitrag beschreibt praktische Organisations- und Dokumentationsschritte. Er ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung des konkreten Einzelfalls.
